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Prognose · Peak 1980 (1965-1990)

Fernseh-Sucht macht Kinder dumm (70er/80er)

GesellschaftTeilweise wahrdifferenziert

Die Geschichte

*Die Glotze macht die Kinder dumm.* So oder ähnlich klang die Sorge der späten 70er und 80er, als der Fernseher in fast jedem Haushalt stand. Eltern-Magazine warnten vor sinkenden Schulleistungen, Hirnforscher zitierten *passive Berieselung*, Lehrer berichteten von Schülern, die sich nichts mehr merken konnten. Empfehlung: maximal eine Stunde Fernsehen pro Tag. Tatsächlich stieg in derselben Zeit das durchschnittliche Bildungsniveau in den Industrieländern weiter — Abiturraten verdoppelten sich, Lesekompetenz hielt sich. Was sich änderte: die Gesprächsgewohnheiten am Familientisch, die Spielzeit im Freien, die Aufmerksamkeitsökonomie. Heute, ein paar Bildschirme weiter, wirkt der Fernseher fast schon altmodisch. Und die *Sesamstraße*-Generation, die als bildungsbedroht galt, sitzt in den Direktionen und Forschungsabteilungen der Welt.

Erstausstrahlung 'Tom & Jerry' DACH-weit Sorge: Macht Kinder gewalttaetig? Die Generation wurde Ingenieure, Lehrer und Konditormeister.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

TV werde Kinder verbloeden und die Lese-Faehigkeit zerstoeren.

Was passiert ist

Lesen wurde nicht abgeschafft. TV wurde von Internet und Social Media abgeloest. Die naechste Generation ist 'wie immer'.

Treffer-Bilanz

Teilweise wahr

Peak war 1980. Aus heutiger Sicht: teilweise wahr.

Zeit-Anker

Wer war 1980 dabei?

Wer in der Hauptphase von „Fernseh-Sucht macht Kinder dumm (70er/80er)“ das Schulalter erreicht hat, hat das im Sachunterricht oder im Wohnzimmer-TV erlebt.

Welche Hysterien hat dein Jahrgang erlebt?

Ein urera-Bericht zeigt dir die Prognosen, die deine Generation am Esstisch diskutiert hat — und sortiert ein, was davon eingetreten ist.

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