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Prognose · Peak 2002 (1999-2002)

Schilling-Ende / Euro-Inflation (AT)

GesellschaftTeilweise wahrdifferenziert

Die Geschichte

Als am 1. Januar 2002 der Euro in Österreich eingeführt wurde, ging eine Welle von Inflationsängsten durch die Republik. *Teuro* wurde Wort des Jahres 2002 in Deutschland, in Österreich sprach man von der *Euro-Inflation*. Eine Tasse Espresso, die früher 18 Schilling kostete, kostete plötzlich zwei Euro. Statistisch war das fast identisch (Umrechnungskurs 13,7603 ATS pro Euro), aber gefühlt war alles teurer geworden. Die offizielle Inflation lag in den ersten Jahren tatsächlich moderat bei rund 2%. Das gefühlte Bauchgefühl war dramatischer. Was die Prognose teilweise wahr machte: alle Preise wurden auf glatte Eurobeträge aufgerundet, und das summierte sich. Die offizielle Statistik unterschätzte das, weil sie den Warenkorb mittelte. Das Bauchgefühl war recht — die Statistik formal auch. Beide Wahrheiten gibt es.

Bis heute rechnen viele Oesterreicher und Deutsche im Kopf zurueck — und vergleichen Preise mit dem Schilling/DM-Preis.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

Die Einfuehrung des Euros werde zu drastischen Preissteigerungen fuehren ('Teuro').

Was passiert ist

Statistisch waren die Preissteigerungen gering — gefuehlt waren sie dramatisch. Der Schilling lebt in Erinnerung weiter.

Treffer-Bilanz

Teilweise wahr

Peak war 2002. Aus heutiger Sicht: teilweise wahr.

Zeit-Anker

Wer war 2002 dabei?

Wer in der Hauptphase von „Schilling-Ende / Euro-Inflation (AT)“ das Schulalter erreicht hat, hat das im Sachunterricht oder im Wohnzimmer-TV erlebt.

Welche Hysterien hat dein Jahrgang erlebt?

Ein urera-Bericht zeigt dir die Prognosen, die deine Generation am Esstisch diskutiert hat — und sortiert ein, was davon eingetreten ist.

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