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Prognose · Peak 2010 (2008-2017)

Schweizer Bankgeheimnis-Ende

GesellschaftÜbertriebendifferenziert

Die Geschichte

Anfang 2010 begann ein Mythos zu wanken: das *Schweizer Bankgeheimnis*. Über Jahrzehnte galt es als unverbrüchlich — wer Geld in der Schweiz parkte, war vor neugierigen Steuerbehörden geschützt. Dann veröffentlichte WikiLeaks Datensätze, deutsche Behörden kauften CDs mit Schweizer Konto-Daten, die OECD nahm die Schweiz auf die graue Liste. Ab 2013 schloss die Schweiz Doppelbesteuerungsabkommen, ab 2017 trat der automatische Informationsaustausch in Kraft — Schweizer Banken melden Konten von Ausländern an deren Heimatfinanzämter. Das alte Bankgeheimnis als Geheimnistresor existiert für Ausländer praktisch nicht mehr. Was bleibt: das Bankgeheimnis gegenüber Schweizer Behörden, geregelt im *Bundesgesetz über die Banken*. Eine Institution, die in James-Bond-Filmen ewig wirkte, wurde innerhalb eines Jahrzehnts entkernt. Die Schweiz ist heute ein Finanzplatz wie andere — vielleicht etwas diskreter, aber nicht mehr geheimer.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

Das Ende des Schweizer Bankgeheimnisses werde die Schweizer Wirtschaft schwer treffen, Banken kollabieren.

Was passiert ist

Nach automatischen Informationsaustausch (2017): Schweizer Banken sind weiter wichtig, der Finanzplatz hat sich angepasst. Keine Kollapse.

Treffer-Bilanz

Übertrieben

Peak war 2010. Aus heutiger Sicht: übertrieben.

Zeit-Anker

Wer war 2010 dabei?

Wer in der Hauptphase von „Schweizer Bankgeheimnis-Ende“ das Schulalter erreicht hat, hat das im Sachunterricht oder im Wohnzimmer-TV erlebt.

Welche Hysterien hat dein Jahrgang erlebt?

Ein urera-Bericht zeigt dir die Prognosen, die deine Generation am Esstisch diskutiert hat — und sortiert ein, was davon eingetreten ist.

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