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Prognose · Peak 1992 (1988-1995)

Telefonsex-Hotlines machen Familien kaputt

GesellschaftÜbertriebenaugenzwinkernd

Die Geschichte

Anfang der 1990er stiess in Deutschland eine neue Mediennutzung sauer auf: *Telefonsex-Hotlines* mit 0190-Vorwahl. Magazine schrieben über zerrüttete Ehen, leere Bankkonten, kaputte Familien. Männer würden ihre Frauen ignorieren, Jugendliche würden bei der ersten gestohlenen Mama-Telefonkarte tausende Mark verbraten. Es gab politische Debatten, Polizei-Aktionen, christliche Verbände forderten Verbote. Die *Bild* veröffentlichte Erfahrungsberichte. Was tatsächlich passierte: Die 0190-Nummern hatten ein paar Jahre Hochkonjunktur, gefolgt von einer langen Welle von Gerichtsverfahren um überhöhte Telefonrechnungen. Mit dem Aufkommen des Internets verlagerte sich der Markt — der klassische Tonband-Telefonsex starb leise aus. Familien waren nicht der grosse Verlierer. Die Telekom war es nicht. Verloren haben die Menschen, die zu spät bemerkten, dass eine Minute am Hörer drei Mark kostete. Eine ganze Hysterie über eine Technologie, die schneller verschwand als sie hochgejubelt wurde.

Die 0190-Nummern waren in den 90ern auf jeder Telefonrechnung das Bange-Thema von Eltern.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

Teure 0190-Sex-Hotlines wuerden Familien ruinieren — riesige Telefonrechnungen, Scheidungen.

Was passiert ist

Einige spektakulaere Faelle. Aber das eigentliche Phaenomen wurde durch Internet 2000+ verdraengt.

Treffer-Bilanz

Übertrieben

Peak war 1992. Aus heutiger Sicht: übertrieben.

Zeit-Anker

Wer war 1992 dabei?

Wer in der Hauptphase von „Telefonsex-Hotlines machen Familien kaputt“ das Schulalter erreicht hat, hat das im Sachunterricht oder im Wohnzimmer-TV erlebt.

Welche Hysterien hat dein Jahrgang erlebt?

Ein urera-Bericht zeigt dir die Prognosen, die deine Generation am Esstisch diskutiert hat — und sortiert ein, was davon eingetreten ist.

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