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Prognose · Peak 1985 (1970-1990)

Saure Regen / Industrieller Smog

UmweltTeilweise wahrdifferenziert

Die Geschichte

In den 1980er Jahren war der saure Regen das deutsche Schul-Thema schlechthin. Jeder Achtjährige konnte das Wort buchstabieren, jeder Vierzehnjährige wusste, dass die Bäume sterben würden. Der pH-Wert der Niederschläge in mitteleuropäischen Wäldern war tatsächlich zeitweise so niedrig wie Essig. Was die saure-Regen-Prognose besonders interessant macht: sie war im Kern richtig, aber sie wurde durch politisches Handeln eingehegt. Entschwefelungs-Anlagen in Kraftwerken, schwefelarme Treibstoffe, Katalysatoren in Autos — alles Lösungen der späten 80er und 90er, die heute selbstverständlich sind. Der saure Regen ist nicht verschwunden, weil er übertrieben war. Er ist verschwunden, weil ihn jemand verschwinden ließ. Auch das ist eine Art Erfolg.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

Saurer Regen werde Seen, Boden und Daecher in DACH zerstoeren.

Was passiert ist

Realer Schaden in Norwegen, Schweden, im Erzgebirge. Filteranlagen reduzierten SO2-Emissionen massiv. Heute kaum noch ein Thema.

Treffer-Bilanz

Teilweise wahr

Peak war 1985. Aus heutiger Sicht: teilweise wahr.

Zeit-Anker

Wer war 1985 dabei?

Wer in der Hauptphase von „Saure Regen / Industrieller Smog“ das Schulalter erreicht hat, hat das im Sachunterricht oder im Wohnzimmer-TV erlebt.

Welche Hysterien hat dein Jahrgang erlebt?

Ein urera-Bericht zeigt dir die Prognosen, die deine Generation am Esstisch diskutiert hat — und sortiert ein, was davon eingetreten ist.

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