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Prognose · Peak 1989 (1985-2000)

Ozonloch

UmweltBerechtigtdifferenziert

Die Geschichte

Mitte der 1980er Jahre stellten Forscher fest, dass die Ozonschicht über der Antarktis ein Loch hatte — verursacht durch FCKW aus Spraydosen und Kühlschränken. Die Prognose war düster: Hautkrebs-Wellen, blinde Schafe in Patagonien, Sonnenbrand binnen Minuten. Die Welt reagierte überraschend schnell. 1987 unterschrieben fast alle Länder das Montreal-Protokoll und verbannten FCKW. Vierzig Jahre später schließt sich das Loch tatsächlich wieder, langsam aber messbar. Es ist neben dem Waldsterben das zweite Beispiel dafür, dass die Menschheit, einmal aufgeschreckt, durchaus zu beachtlicher Reparatur-Energie findet. Spraydosen riechen seither leicht anders, aber niemand vermisst die alten.

Die FCKW-Hysterie war so stark, dass Spraydosen-Verkauf in den 80ern einbrach — kuriose Werbespots warben mit 'ohne Treibgas'.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

Die Ozonschicht werde sich weiter ausduennen und zu massiven Hautkrebs-Raten und Erblindungen fuehren.

Was passiert ist

Nach Entdeckung des antarktischen Ozonlochs (1985) fuehrten Montreal-Protokoll (1987) und Folgeabkommen zum weltweiten FCKW-Ausstieg. UV-Belastung stieg zeitweise, massive Gesundheitskatastrophen blieben aus. Die Ozonschicht zeigt seit den 2000ern Erholung; vollstaendige Erholung wird gegen Mitte des 21. Jh. erwartet.

Treffer-Bilanz

Berechtigt

Peak war 1989. Aus heutiger Sicht: berechtigt.

Zeit-Anker

Wer war 1989 dabei?

Wer in der Hauptphase von „Ozonloch“ das Schulalter erreicht hat, hat das im Sachunterricht oder im Wohnzimmer-TV erlebt.

Welche Hysterien hat dein Jahrgang erlebt?

Ein urera-Bericht zeigt dir die Prognosen, die deine Generation am Esstisch diskutiert hat — und sortiert ein, was davon eingetreten ist.

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