Erfindung · 1992
D-Netz (digitaler Mobilfunk)
Der erste digitale Mobilfunkstandard in Deutschland.
Was hinter D-Netz (digitaler Mobilfunk) steckt
1992 startete in Deutschland das D-Netz — die ersten Handys hatten Klapp- oder Antennen-Design.
Wie D-Netz (digitaler Mobilfunk) in die Welt kam
Vor dem D-Netz telefonierten Autofahrer in Deutschland über das überlastete analoge C-Netz. Die Endgeräte waren schwere Kofferapparate, kaum ein tragbares Handy passte in eine Jackentasche, und ein C-Netz-Portable kostete rund 10.000 D-Mark — Mobiltelefonie blieb damit ein teures Privileg.
Beide Netzbetreiber waren technisch längst startklar, doch es fehlten zugelassene Telefone: Erst Anfang 1992 erhielten Ericsson und Motorola die europäische Zulassung für ihre Prototypen, sodass die Hersteller erst Ende Juni erste Geräte ausliefern konnten — ohne Telefon kein Netzstart, wie es später hieß.
Mannesmann zog der Telekom die Show: Am 30. Juni 1992 nahm das Unternehmen sein D2-Netz überraschend privat in Betrieb, einen Tag vor dem geplanten Regelbetrieb. Die Telekom startete ihr D1-Netz wie vorgesehen am 1. Juli 1992 — mit öffentlichkeitswirksamer Werbung für die neue digitale Technik.
Schon 1993 kam mit dem E-Netz ein weiterer GSM-Standard hinzu, 1998 folgte Viag Interkom (später O2) als vierter Anbieter. Später ergänzten und überholten schnellere Standards wie UMTS und LTE das ursprüngliche D-Netz, das seine Rolle als erstes digitales deutsches Mobilfunknetz aber nie verlor.
Rundherum, im Jahr 1992
34 Jahre ist das jetzt her.
Die Kinder, die mit D-Netz aufwuchsen, hießen oft Anna und Patrick.
1992 stand D-Netz nicht allein in den Schlagzeilen — daneben stand: Petra Kronberger Olympia-Doppelgold Albertville und Patrick Ortlieb Olympia-Abfahrtsgold Albertville — Kronberger gewinnt 1992 Gold in Kombination und Slalom.
Ihren Ausgang nahm sie in Deutschland, bei Deutsche Bundespost.
Im Jahr von D-Netz hing im Kleiderschrank, was heute im Kostümverleih hängt: Karottenjeans / Karottenhose und Grunge: Holzfällerhemd & zerrissene Jeans.
Der Jahrgang von D-Netz heißt in Generationen-Sprache Millennials (Gen Y) — er steht für Übergang analog→digital, Selbstverwirklichung, Burnout.
Preise zum Vergleich: eine Kinokarte um 1990: rund 80 Schilling
Dasselbe Jahr brachte noch mehr hervor — SMS und MiniDisc — Kurze Nachrichten, die eine ganze Kommunikationskultur prägten.
Was wir wissen
| Jahr | 1992 |
|---|---|
| Erfinder | Deutsche Bundespost |
| Land | Deutschland |
| Cluster | Kommunikation |
| Existiert noch | Nein |
| Abgelöst durch | LTE/5G |
Zeit-Anker
Gleich alt wie diese Idee: der Jahrgang 1992
D-Netz und der Jahrgang 1992 sind gleich alt — bekannt geworden ist er als Millennials (Gen Y).
Was damals als Bedrohung galt: FCKW-frei! Die Spraydosen-Panik.
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Gut zu wissen
Wann wurde das D-Netz erfunden?
Das D-Netz wird auf das Jahr 1992 datiert.
Wer hat das D-Netz erfunden?
Das D-Netz geht auf Deutsche Bundespost aus Deutschland zurück.
Gibt es das D-Netz heute noch?
Im Alltag ist das D-Netz weitgehend von LTE/5G abgelöst worden — als Wegbereiter wirkt die Idee dort bis heute nach.
D-Netz (digitaler Mobilfunk) hat einen Jahrgang. Jeder Mensch auch.
Welche Erfindung ist genauso alt wie du? Was damals neu war, ist heute selbstverständlich. Ein urera-Bericht holt beides zusammen: das Damals und den Weg bis hierher.
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