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Preise damals & heute

Was die Dinge früher kosteten

Ein Kilo Brot kostete in Österreich 1950 2,50 Schilling, 2020 waren es 3,20 Euro. Der Standard-Warenkorb jeder Dekade in Österreich und Deutschland — von den 1950ern bis heute. Alle Werte sind gerundete Richtwerte (ca.).

Kurz gesagt

Ein Kilo Brot kostete in Österreich um 1960 rund 3,50 Schilling, 2020 rund 3,20 Euro — in Schilling gerechnet wären das etwa 44 Schilling, also mehr als das Zwölffache, nominal. Eine Kinokarte: 10 Schilling gegen 11 Euro. Die Jahrzehnt-Seiten zeigen dir den Warenkorb deines Geburtsjahrzehnts in Österreich und Deutschland — Brot, Milch, Benzin, Kino, Zeitung, Miete — und rechnen um, was das heute wäre.

Warum Preise die beste Zeitmaschine sind

Jahreszahlen sagen wenig, Preise erzählen. „1960“ ist abstrakt; „ein Kinoabend für zehn Schilling, die Zeitung dazu für 1,50“ ist ein Bild. Und weil jeder Mensch weiß, was ein Brot heute kostet, ist der Preis von damals die einzige historische Zahl, die jeder sofort einordnen kann — ohne Vorwissen, ohne Erklärung. Deshalb steht der Warenkorb des Geburtsjahres in jedem urera-Bericht, und deshalb gibt es diese Seite.

Ein Beispiel: der Warenkorb um 1960, drei Länder

Österreich (ATS)Deutschland (DM)Schweiz (CHF)
1 kg Brot3,500,701,00
1 l Milch2,200,500,55
1 l Benzin3,400,600,55
Kinokarte102,002,50
Tageszeitung1,500,200,30
Miete 70 m², Hauptstadt700150220

Und 2020: Brot 3,20 € (AT) · 3,00 € (DE) · 3,60 CHF (CH); Kino 11 € · 10 € · 19 CHF; Miete 1.000 € · 900 € · 2.600 CHF. Alle Werte gerundete Richtwerte (ca.).

Was daran auffällt: Die Kinokarte hat sich in Österreich nominal etwa verfünfzehnfacht (10 Schilling ≈ 0,73 € → 11 €), das Brot verzwölffacht — der Kinoabend ist also relativ teurer geworden. In der Schweiz ist die Miete der Ausreißer: von 220 auf 2.600 Franken.

Wie die Umrechnung funktioniert

Schilling und Mark werden mit dem festen Euro-Kurs umgerechnet (1 € = 13,7603 Schilling = 1,95583 Mark). Das ist die nominale Sicht: was auf dem Preisschild stand, in heutiger Währung geschrieben. Was der Betrag damals wert war, braucht die Teuerung des jeweiligen Landes — die Jahrzehnt-Seiten rechnen dafür mit Näherungswerten auf heute hoch und sagen das dazu.

Häufige Fragen

Warum steht überall „ca.“?

Weil ein Brotpreis 1960 in Wien anders war als in Klagenfurt, und weil historische Reihen Durchschnitte sind. Die Werte stammen aus den Reihen von Statistik Austria, Destatis und dem Bundesamt für Statistik sowie historischen Quellen und sind auf glatte Beträge gerundet — Richtwerte, keine Einzelpreise.

Gibt es die Preise für mein Geburtsjahr genau?

Heute je Jahrzehnt; für die DDR liegen 1960, 1970, 1975, 1980 und 1985 vor. Preise pro Jahr sind in Arbeit.

Was kostete ein Semmerl?

Belegt ist ein Wert aus Wien: 1958 kostete dort ein Kilo Semmeln 9,78 Schilling — so steht es in den Preisen des Wiener Marktamts, die das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO veröffentlicht hat.

urera-Redaktion · geprüft am 24.09.2026

Quellen und Methode: Statistik Austria (historische Preise, Richtwerte) · Statistisches Bundesamt (Destatis) · Bundesamt für Statistik (BFS) · für die DDR: Statistisches Jahrbuch der DDR. · Semmeln Wien 1958: WIFO, Statistische Übersichten zu den Monatsberichten 1958, Tab. 2.9 (Marktamt der Stadt Wien).

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