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Erfindung · 1959

Fotokopierer (Xerox 914)

Der erste erfolgreiche Kopierer für Normalpapier verändert jedes Büro der Welt.

Kommunikation

Kurz gesagt

Der Xerox 914, der erste kommerziell erfolgreiche Kopierer für Normalpapier, wurde am 16. September 1959 im Sherry-Netherland Hotel in New York live im Fernsehen vorgestellt. Das Verfahren dahinter, die Xerografie, hatte Chester Carlson 1938 erfunden; über zwanzig Firmen, darunter IBM und Kodak, lehnten eine Investition ab.

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Die Geschichte

Eine Idee aus dem Jahr 1959

Chester Carlson hatte das xerografische Verfahren erdacht, doch jahrelang wollte es niemand haben. Erst der Xerox 914 machte daraus ein Gerät, das schnell, billig und ohne Spezialpapier arbeitete. Plötzlich konnte jede Schule, jedes Amt, jedes Büro Dokumente vervielfältigen — und die Papierflut des 20. Jahrhunderts begann.

Das Gerät wurde am 16. September 1959 live im Fernsehen vorgeführt — in einem New Yorker Hotel, weil man dem Publikum zeigen wollte, dass wirklich normales Papier herauskommt.

Die Geschichte dahinter

Wie Fotokopierer (Xerox 914) in die Welt kam

Vor dem Fotokopierer half im Büro bei Vervielfältigungen meist nur Kohlepapier beim Schreiben oder umständliche fotografische Nassverfahren, für die eigens ausgebildetes Personal nötig war — ein einzelnes Dokument einfach auf Knopfdruck zu kopieren, gab es schlicht nicht.

Zwischen 1939 und 1944 lehnten mehr als zwanzig Firmen ab, in Chester Carlsons Erfindung zu investieren — darunter IBM und Kodak, wo niemand einen Nutzen in der Idee sah. Erst 1944 erkannte Russell Dayton vom Battelle Memorial Institute zufällig die Bedeutung des Verfahrens, was 1946 zum ersten Lizenzvertrag mit der Haloid Company führte.

Am 16. September 1959 stellte Haloid den Xerox 914 im Sherry-Netherland Hotel in New York live im Fernsehen vor — ausgerechnet einer der beiden vorgeführten Kopierer fing bei der Präsentation Feuer, weil zu viele geschlossene Buchstaben wie 'O' auf einer Vorlage die Technik überforderten.

Ersetzt wurde der 914 durch die eigenen Nachfolgemodelle: Haloid Xerox brachte in den folgenden Jahren die Geräte 813, 720, 1000, 2400, 3600 und 7000 auf den Markt und baute die Kopierer-Technik damit stetig weiter aus.

Aus der Redaktion

Mehr als zwanzig Firmen wollten die Idee nicht, darunter IBM und Kodak. Chester Carlson hatte das Verfahren schon 1938 erdacht, doch erst der Xerox 914 machte daraus ein Gerät, das auf gewöhnliches Papier kopierte. Am 16. September 1959 wurde er in einem New Yorker Hotel live im Fernsehen vorgeführt — und einer der beiden Kopierer fing dabei Feuer. Vorher hieß Vervielfältigen: Kohlepapier beim Tippen, oder ein Fachmann mit Nassverfahren. Wer in den Sechzigern und Siebzigern zur Schule ging, erinnert sich an die ersten Arbeitsblätter, die man nicht mehr abschreiben musste. Mit dem Kopierer begann die Papierflut in jedem Büro. Und mit ihr der Satz, der bis heute fällt: „Machst du mir davon eine Kopie?“

urera-Redaktion · geprüft am 29.09.2026

Quellen: Xerox 914 — Wikipedia (en) · Chester Carlson — Wikipedia (de)

Einordnung

Woran man das Jahr 1959 sonst erkennt

Die Idee ist heute 67 Jahre alt. 2034 wird Fotokopierer genau 75 Jahre alt.

Während Fotokopierer neu war, lagen in den Kinderzimmern Lego (Klemmbaustein) und Tischfußball (Wuzzler / Töggelikasten) — nachts barfuß auf den verlorenen Legostein getreten.

Zur Einordnung, was Geld in jenen Jahren wert war: eine Kinokarte um 1950: rund 6 Schilling

Brigitte und Wolfgang — so hießen die Kinder, für die Fotokopierer von Anfang an dazugehörte.

Aus den Radios kam damals „Die Gitarre und das Meer" von Freddy Quinn.

Im selben Jahr beschäftigte die Welt noch etwas anderes: Die Zauberformel entsteht und Der Blick erscheint zum ersten Mal — Erstmals wird der Bundesrat nach der Zauberformel 2:2:2:1 gewählt - das Konkordanzprinzip, das die Schweiz jahrzehntelang stabil hält.

Wer im Jahr von Fotokopierer geboren wurde, gehört zur Generation, die man Babyboomer nennt: Wirtschaftswunder, feste Jobs, Eigenheim.

Wer Fotokopierer zum ersten Mal sah, trug vermutlich Petticoat & Wespentaille (New Look) und Nietenhose / Röhrenjeans (Rock'n'Roll-Look) — der Rock, der beim Drehen aufging wie eine Blume.

Daten

Was wir wissen

Jahr1959
ErfinderChester Carlson (Xerografie), Haloid Xerox
LandUSA
ClusterKommunikation
Existiert nochJa

Quelle: en.wikipedia (Xerox 914); de.wikipedia (Fotokopie/Xerografie)

Zeit-Anker

Gleich alt wie diese Idee: der Jahrgang 1959

Für alle, die 1959 zur Welt kamen, war Fotokopierer von Anfang an da. Ihr Jahrgang heißt heute Babyboomer.

Die große Sorge dieser Jahre: Rock'n'Roll / Beat-Musik macht Jugend krank (50er).

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Wann wurde der Fotokopierer erfunden?

Der Fotokopierer wird auf den 16. September 1959 datiert (1959).

Wer hat den Fotokopierer erfunden?

Der Fotokopierer geht auf Chester Carlson (Xerografie), Haloid Xerox aus den USA zurück.

Welche Idee ist genauso alt wie du — oder wie jemand, den du beschenkst?

Welche Erfindung ist genauso alt wie du? Aus geprüften Daten wird ein Bericht über das Jahr, in dem ein Leben anfing — mit den Neuheiten, die damals alle überraschten.

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Quellen dieser Seite: Wikipedia (Xerox 914); Wikipedia (Fotokopie/Xerografie) · Wikipedia.

Zusammengestellt und geprüft von der urera-Redaktion, Wien. Wo unsere Daten zu Fotokopierer (Xerox 914) nichts hergeben, schweigen wir, statt zu raten.