Erfindung · 2003
Mobil-Internet (UMTS/3G)
Internet auf dem Handy — die Voraussetzung fürs Smartphone.
Was hinter Mobil-Internet (UMTS/3G) steckt
Österreich war eines der ersten Länder mit UMTS-Netz — und versteigerte die Lizenzen für 832 Mio. Euro.
Wie Mobil-Internet (UMTS/3G) in die Welt kam
Vor UMTS ging mobiles Internet nur über WAP: bei Übertragungsraten von rund 9.600 Bit pro Sekunde luden selbst einfache Textseiten quälend langsam, dazu kostete die Verbindung oft 39 Pfennig pro Minute. Böse Zungen übersetzten die Abkürzung deshalb spöttisch mit 'Wait And Pay'.
Bei der Lizenzversteigerung im November 2000 bangte man in Österreich, ein zweites Debakel wie in Deutschland zu erleben, wo Betreiber je Lizenz mehr als acht Milliarden Euro gezahlt hatten. Die heimischen Anbieter blieben knapp über dem Mindestgebot, sodass Verkehrsminister Michael Schmid enttäuscht von mageren 120 bis 171 Millionen Euro pro Lizenz sprach.
Am 25. April 2003 startete Mobilkom Austria als erster heimischer Anbieter den freien Verkauf von UMTS-Handys, mit einer Netzabdeckung von rund 40 Prozent des Landes. Eine Woche später zog Hutchisons Marke '3' nach — Österreich wurde damit nach Italien und Großbritannien zum dritten europäischen UMTS-Markt.
Ab Oktober 2010 lösten schnellere LTE-Netze das mobile Breitband schrittweise ab: Mobilkom (Wien) und T-Mobile Austria (Innsbruck) starteten am selben Tag ihre ersten kommerziellen LTE-Angebote, vermarktet als '4G', die UMTS bei Tempo und Kapazität deutlich überholten.
Was 2003 sonst geschah
Im Alltag ist Mobil-Internet inzwischen von LTE/5G abgelöst — die Idee dahinter wirkt dort weiter.
Telekom Austria, T-Mobile etc. brachte sie in Österreich auf den Weg.
Dasselbe Jahr brachte noch mehr hervor — Human Genome Project und Skype — Das 'Buch des Lebens'.
Wer im Jahr von Mobil-Internet geboren wurde, gehört zur Generation, die man Generation Z nennt: Digital-native, Achtsamkeit, Klima.
Preise zum Vergleich: eine Kinokarte um 2000: rund 7 Euro
2003 stand Mobil-Internet nicht allein in den Schlagzeilen — daneben stand: Frauen-Fußball-Weltmeisterinnen – Künzers Golden Goal und Das Dosenpfand kommt — Die deutschen Frauen gewinnen erstmals die WM (USA) durch ein Golden Goal von Nia Künzer im Finale gegen Schweden (2:1).
Zwischen damals und heute liegen 23 Jahre. 2028 wird Mobil-Internet genau 25 Jahre alt.
Im Jahr von Mobil-Internet hing im Kleiderschrank, was heute im Kostümverleih hängt: Hüftjeans (Low-Rise) und Bauchfrei & Whale Tail — Hüftjeans so tief, dass man sich heute fragt, wie das je bequem oder wintertauglich war.
Was wir wissen
| Jahr | 2003 |
|---|---|
| Erfinder | Telekom Austria, T-Mobile etc. |
| Land | Österreich |
| Cluster | Kommunikation |
| Existiert noch | Nein |
| Abgelöst durch | LTE/5G |
Zeit-Anker
Wer 2003 zur Welt kam
Mobil-Internet und der Jahrgang 2003 sind gleich alt — bekannt geworden ist er als Generation Z.
Was damals als Bedrohung galt: Sars (2003).
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Gut zu wissen
Wann wurde das Mobil-Internet erfunden?
Das Mobil-Internet wird auf das Jahr 2003 datiert.
Wer hat das Mobil-Internet erfunden?
Das Mobil-Internet geht auf Telekom Austria, T-Mobile etc. aus Österreich zurück.
Gibt es das Mobil-Internet heute noch?
Im Alltag ist das Mobil-Internet weitgehend von LTE/5G abgelöst worden — als Wegbereiter wirkt die Idee dort bis heute nach.
Welche Erfindungen prägten einen ganzen Jahrgang?
Welche Erfindung ist genauso alt wie du? urera erzählt ein Geburtsjahr als zusammenhängende Geschichte: was neu war, was gespielt wurde, was die Dinge kosteten.
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