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Prognose · Peak 1990 (1985-1995)

AIDS-Apokalypse / heterosexuelle Pandemie

GesundheitTeilweise wahrdifferenziert

Die Geschichte

In den 1980ern war AIDS eine der bedrohlichsten Diagnosen, die ein Mensch bekommen konnte. Frühe Prognosen warnten vor einer heterosexuellen Pandemie, die ganze Bevölkerungen dezimieren würde — in Europa fünf Millionen Tote bis zum Jahr 2000. Die Realität fiel kleiner aus, aber nicht klein. AIDS hat eine ganze Generation der Schwulen-Community ausgelöscht, hat Familien zerrissen, hat eine ganze Therapie-Wissenschaft entstehen lassen. Mit antiretroviralen Medikamenten ab Mitte der 90er wurde aus einer Todesdiagnose eine chronische Krankheit. Heute, vierzig Jahre später, leben weltweit fast 40 Millionen Menschen mit HIV — und die meisten von ihnen mit fast normaler Lebens­erwartung. Eine der wenigen Pandemien, in denen die Wissenschaft den Verlauf entscheidend gedreht hat.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

Eine generalisierte heterosexuelle HIV/AIDS-Epidemie auch in westlichen Laendern; hohe Todeszahlen wurden befuerchtet.

Was passiert ist

In DACH etablierte sich keine generalisierte heterosexuelle Epidemie; Hauptbetroffenheit lag bei MSM, i.v. Drogenkonsumierenden und bestimmten Patientengruppen. Global starben Millionen, besonders in Subsahara-Afrika; ab Mitte/Ende der 1990er senkten ART die Sterblichkeit deutlich.

Treffer-Bilanz

Teilweise wahr

Peak war 1990. Aus heutiger Sicht: teilweise wahr.

Zeit-Anker

Wer war 1990 dabei?

Wer in der Hauptphase von „AIDS-Apokalypse / heterosexuelle Pandemie“ das Schulalter erreicht hat, hat das im Sachunterricht oder im Wohnzimmer-TV erlebt.

Welche Hysterien hat dein Jahrgang erlebt?

Ein urera-Bericht zeigt dir die Prognosen, die deine Generation am Esstisch diskutiert hat — und sortiert ein, was davon eingetreten ist.

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