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Prognose · Peak 2001 (1990-2001)

BSE / Rinderwahnsinn

GesundheitÜbertriebendifferenziert

Die Geschichte

Anfang der 2000er ass kaum noch jemand Rindfleisch in Deutschland und Österreich. *BSE* — die Rinderkrankheit, die bei Menschen zur tödlichen Hirnerkrankung Creutzfeldt-Jakob führen konnte — sass tief in den Köpfen. Spiegel-Titel zeigten kranke Kühe, Metzger gingen pleite, Restaurants strichen Steaks von den Karten. Prognosen sprachen von hunderttausenden möglichen Opfern. Tatsächlich erkrankten in Deutschland seit Beginn der Beobachtung 124 Menschen an einer Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, in Österreich keine, in der Schweiz wenige. Das Tiermehl wurde verboten, die Herden geprüft, der Verbrauch sank langfristig. Rindfleisch ist heute wieder normal. Die Hysterie ist verflogen — was bleibt, ist die Erinnerung an eine Zeit, in der das Wort *Wahnsinn* plötzlich auch auf der Speisekarte stand.

Britische Politiker assen oeffentlich Rindfleisch — der damalige Landwirtschaftsminister fuetterte sogar seine Tochter mit Hamburger vor laufender Kamera. Sie ist heute gesund.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

Ein massenhaftes Sterben durch vCJD: Millionen Menschen wuerden erkranken; der Verzehr von Rindfleisch sei dauerhaft gefaehrlich.

Was passiert ist

vCJD blieb extrem selten (weltweit rund 230-250 Todesfaelle insgesamt); umfangreiche Tierfutter-/Schlachtregeln senkten das Risiko deutlich. In DE/AT/CH gab es Panikkaeufe und Markteinbrueche bei Rindfleisch, aber keine breite Gesundheitskatastrophe.

Treffer-Bilanz

Übertrieben

Peak war 2001. Aus heutiger Sicht: übertrieben.

Zeit-Anker

Wer war 2001 dabei?

Wer in der Hauptphase von „BSE / Rinderwahnsinn“ das Schulalter erreicht hat, hat das im Sachunterricht oder im Wohnzimmer-TV erlebt.

Welche Hysterien hat dein Jahrgang erlebt?

Ein urera-Bericht zeigt dir die Prognosen, die deine Generation am Esstisch diskutiert hat — und sortiert ein, was davon eingetreten ist.

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