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Prognose · Peak 1954 (1954-1970)

Atomstrom 'too cheap to meter'

TechnologieKomplett falschaugenzwinkernd

Die Geschichte

1954 stand Lewis Strauss, Chef der amerikanischen Atomenergiebehörde, vor Wissenschaftsjournalisten und machte eines der berühmtesten Versprechen des Jahrhunderts: Die Kinder von heute würden elektrische Energie erleben, die 'zu billig ist, um sie zu zählen'. Atomkraft würde Strom so günstig machen, dass sich nicht einmal mehr die Abrechnung lohne. Es war die Hochstimmung des Atomzeitalters — Energie im Überfluss, Wohlstand für alle, die Physik als Füllhorn. Die Realität wurde komplizierter: Kraftwerke wurden teurer statt billiger, und der Stromzähler hängt bis heute in jedem Keller. 'Too cheap to meter' überlebte trotzdem — als geflügeltes Wort für den Moment, in dem Begeisterung die Rechenhaftigkeit überholt. Jede Technologie-Generation hat seither ihr eigenes 'too cheap to meter' bekommen. Und jede hat am Ende doch eine Rechnung geschickt.

Strom 'zu billig, um ihn zu zählen' — die Stromzähler wurden trotzdem nie abgeschafft, in keinem Land der Welt.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

Lewis Strauss, Chef der US-Atomenergiebehörde AEC, erklärte am 16.9.1954: Die Kinder von heute würden Strom erleben, der 'zu billig ist, um ihn zu zählen' — Atomkraft werde Energie praktisch kostenlos machen.

Was passiert ist

Atomstrom wurde nie 'zu billig zum Zählen' — Bau- und Folgekosten blieben hoch, Stromzähler überall in Betrieb. Der Satz wurde zum geflügelten Wort für technologischen Übermut.

Treffer-Bilanz

Komplett falsch

Peak war 1954. Aus heutiger Sicht: komplett falsch.

Zeit-Anker

Wer war 1954 dabei?

Wer in der Hauptphase von „Atomstrom 'too cheap to meter'“ das Schulalter erreicht hat, hat das im Sachunterricht oder im Wohnzimmer-TV erlebt.

Welche Hysterien hat dein Jahrgang erlebt?

Ein urera-Bericht zeigt dir die Prognosen, die deine Generation am Esstisch diskutiert hat — und sortiert ein, was davon eingetreten ist.

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