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Prognose · Peak 1930 (1930-2030)

Keynes: 15-Stunden-Woche für die Enkel

TechnologieTeilweise wahr

Die Geschichte

Mitten in der Weltwirtschaftskrise, 1930, setzte sich der Ökonom John Maynard Keynes hin und schrieb einen Essay für die Enkelgeneration: Keine Panik, die Maschinen nehmen euch nur vorübergehend die Arbeit. In hundert Jahren — also ungefähr jetzt — werde der Wohlstand vier- bis achtmal höher sein, und fünfzehn Stunden Arbeit pro Woche würden reichen. Der Rest des Lebens gehöre der Kunst, der Muße und der Frage, was man mit so viel freier Zeit überhaupt anfangen soll. Die verblüffende Bilanz: Beim Wohlstand hatte Keynes recht, fast auf den Faktor genau. Nur die 15-Stunden-Woche lässt auf sich warten — nicht weil sie unmöglich wäre, sondern weil die Menschen sich immer wieder für mehr Konsum statt mehr Muße entschieden. Keynes hat die Produktivität richtig vorhergesagt. Den Menschen ein bisschen weniger.

Keynes rechnete mit vier- bis achtfachem Wohlstand — damit lag er richtig. Nur auf die 15-Stunden-Woche wartet die Menschheit noch.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

In 'Economic Possibilities for our Grandchildren' (1930) prognostizierte John Maynard Keynes: Die 'technologische Arbeitslosigkeit' sei nur eine vorübergehende Anpassungskrankheit; in rund 100 Jahren (~2030) werde der Wohlstand vier- bis achtmal höher sein und eine 15-Stunden-Woche genügen.

Was passiert ist

Beim Wohlstand lag Keynes erstaunlich richtig — der Lebensstandard vervielfachte sich in der prognostizierten Größenordnung. Die 15-Stunden-Woche kam nicht: Arbeitszeiten sanken zwar deutlich, aber die Menschen tauschten Produktivität eher gegen Konsum als gegen freie Zeit.

Treffer-Bilanz

Teilweise wahr

Peak war 1930. Aus heutiger Sicht: teilweise wahr.

Zeit-Anker

1930 — und wer damals zuhörte

Für die Jahrgänge dieser Zeit gehörte „Keynes: 15-Stunden-Woche für die Enkel" zum Hintergrundrauschen des Aufwachsens.

Während die Zeitungen warnten, entstand im selben Jahr Düsentriebwerk (Patent).

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Was wurde rund um „Keynes: 15-Stunden-Woche für die Enkel" (1930) befürchtet?

In 'Economic Possibilities for our Grandchildren' (1930) prognostizierte John Maynard Keynes: Die 'technologische Arbeitslosigkeit' sei nur eine vorübergehende Anpassungskrankheit; in rund 100 Jahren (~2030) werde der Wohlstand vier- bis achtmal höher sein und eine 15-Stunden-Woche genügen.

Ist „Keynes: 15-Stunden-Woche für die Enkel" eingetreten?

Teilweise — nicht so dramatisch wie befürchtet. Beim Wohlstand lag Keynes erstaunlich richtig — der Lebensstandard vervielfachte sich in der prognostizierten Größenordnung. Die 15-Stunden-Woche kam nicht: Arbeitszeiten sanken zwar deutlich, aber die Menschen tauschten Produktivität eher gegen Konsum als gegen freie Zeit.

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