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Prognose · Peak 1936 (1936-1940)

Bildtelefon der Reichspost — das Telefon der Zukunft

TechnologieTeilweise wahraugenzwinkernd

Die Geschichte

1936 konnte man in Berlin eine öffentliche Sprechstelle betreten, in eine Kamera blicken — und einem Menschen in Leipzig beim Sprechen zusehen. Der weltweit erste öffentliche Bildfernsprechdienst war technisch ein kleines Wunder: Fernsehbild und Telefon, verschmolzen in einer Kabine. Das 'Telefon der Zukunft', hieß es. Die Zukunft ließ sich allerdings Zeit: Der Dienst verschwand in den 1940ern wieder, zu teuer, zu aufwendig, zu wenige Kabinen. Und dann passierte — siebzig Jahre lang — fast nichts. Erst mit Skype, FaceTime und den Videocalls des Smartphone-Zeitalters wurde aus der Kabinen-Kuriosität Alltag. Die Prognose war also richtig, nur die Jahreszahl nicht: Manchmal ist eine Idee nicht falsch, sondern einfach siebzig Jahre zu früh dran. Wer 1936 in die Kamera der Reichspost blickte, führte im Grunde den ersten Videocall der Welt.

Ein Drei-Minuten-Bildgespräch Berlin–Leipzig kostete 1936 stolze 3,50 Reichsmark — dafür bekam man damals auch etliche Kilo Brot.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

Am 1.3.1936 startete zwischen Berlin und Leipzig der weltweit erste öffentliche Bildfernsprechdienst — gefeiert als das 'Telefon der Zukunft', das sich bald überall durchsetzen werde.

Was passiert ist

Der Dienst wurde in den 1940er Jahren eingestellt. Der tatsächliche Durchbruch des Telefonierens mit Bild kam erst rund 70 Jahre später — mit Skype, FaceTime und den Videocalls des Alltags.

Treffer-Bilanz

Teilweise wahr

Peak war 1936. Aus heutiger Sicht: teilweise wahr.

Zeit-Anker

Wer war 1936 dabei?

Wer in der Hauptphase von „Bildtelefon der Reichspost — das Telefon der Zukunft“ das Schulalter erreicht hat, hat das im Sachunterricht oder im Wohnzimmer-TV erlebt.

Welche Hysterien hat dein Jahrgang erlebt?

Ein urera-Bericht zeigt dir die Prognosen, die deine Generation am Esstisch diskutiert hat — und sortiert ein, was davon eingetreten ist.

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