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Prognose · Peak 2015 (2015-2017)

Flüchtlingskrise 2015 — 'Wir schaffen das'

GesellschaftTeilweise wahr

Die Geschichte

Sommer 2015. Mehr als eine Million Menschen kamen über die Balkanroute nach Mitteleuropa, viele auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg in Syrien. Angela Merkel sprach den Satz *Wir schaffen das.* In Wien empfing das *Train of Hope*-Team am Westbahnhof ankommende Familien, Tausende Freiwillige organisierten sich. Es entstanden Lager, Diskussionen, Spaltungen — und gleichzeitig Integration, Sprachkurse, neue Nachbarschaften. Die politische Debatte erschütterte Deutschland und Österreich tief. Manche Prognosen sprachen vom *Kontrollverlust*, andere von einer humanitären Wende. Heute, elf Jahre später, ist die Bilanz gemischt: Hunderttausende sind in Arbeit, sprechen Deutsch, haben Familien gegründet. Andere sind weitergezogen, manche zurückgekehrt. Die politische Landschaft hat sich verschoben. *Wir schaffen das* gilt als der prägende Satz dieser Zeit. Eine Krise, die nicht so endete, wie viele es vorhergesagt hatten — weder in der Katastrophe noch im Glanz. Sondern im Alltag.

Merkels Satz 'Wir schaffen das' (31.8.2015) wurde zum politischen Schlüsselzitat des Jahrzehnts — und später zur Angriffsfläche für Gegner ihrer Politik.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

Die Aufnahme von ca. einer Million Flüchtlingen werde den deutschsprachigen Raum wirtschaftlich, kulturell und sicherheitspolitisch überfordern und zu Massenarbeitslosigkeit, Kriminalitätsanstieg und Identitätsverlust führen.

Was passiert ist

Aufnahme war erstmal eine große logistische Herausforderung. Mittelfristig: hohe Beschaeftigungsquote bei Anerkannten (60%+ nach 5 Jahren), positive demografische Effekte, aber auch Integrationsprobleme und Polarisierung der Politik (AfD-Aufstieg). Die Befürchtungen von Massenarbeitslosigkeit traten nicht ein; die Befürchtungen von Konflikten teilweise (Silvesternacht Köln 2015/16).

Treffer-Bilanz

Teilweise wahr

Peak war 2015. Aus heutiger Sicht: teilweise wahr.

Zeit-Anker

Die Kinder des Jahrgangs 2015

Wer damals Kind war, kennt „Flüchtlingskrise 2015 — 'Wir schaffen das'" nicht aus dem Rückblick, sondern aus der Schule und den Nachrichten.

Während die Zeitungen warnten, entstand im selben Jahr Apple Watch.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Was wurde rund um „Flüchtlingskrise 2015 — 'Wir schaffen das'" (2015) befürchtet?

Die Aufnahme von ca. einer Million Flüchtlingen werde den deutschsprachigen Raum wirtschaftlich, kulturell und sicherheitspolitisch überfordern und zu Massenarbeitslosigkeit, Kriminalitätsanstieg und Identitätsverlust führen.

Ist „Flüchtlingskrise 2015 — 'Wir schaffen das'" eingetreten?

Teilweise — nicht so dramatisch wie befürchtet. Aufnahme war erstmal eine große logistische Herausforderung. Mittelfristig: hohe Beschaeftigungsquote bei Anerkannten (60%+ nach 5 Jahren), positive demografische Effekte, aber auch Integrationsprobleme und Polarisierung der Politik (AfD-Aufstieg). Die Befürchtungen von Massenarbeitslosigkeit traten nicht ein; die Befürchtungen von Konflikten teilweise (Silvesternacht Köln 2015/16).

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Was hat man damals kommen sehen — und was kam wirklich?

Vor welchem Weltuntergang hast du dich als Kind ein bisschen gefürchtet? Manche Warnung von damals liest sich heute wie ein Witz, manche wie eine Ansage. urera stellt beides nebeneinander.

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