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Prognose · Peak 2006 (2003-2008)

Vogelgrippe (H5N1)

GesundheitÜbertriebendifferenziert

Die Geschichte

2006 ging die Vogelgrippe um die Welt. Eine Hochpathogenität, die WHO sprach von einer möglichen Pandemie, Spiegel-Titel zeigten Hähnchen unter Glasglocken, ganz Europa schloss seine Schwäne im Winter ein. Auf Rügen wurden Tausende Vögel auf dem Strand gefunden, Forscher in Schutzanzügen sammelten Kadaver ein. Prognosen sprachen von Millionen menschlichen Toten weltweit. Tatsächlich starben weltweit zwischen 2003 und heute rund 460 Menschen an H5N1 — fast alle in Asien, mit engem Kontakt zu infiziertem Geflügel. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung blieb aus. Die Hähnchen-Märkte erholten sich. Das Wissen, das wir damals über Pandemie-Vorbereitung sammelten, war 2020 dann doch nicht ganz verloren — manche Bevorratungsregeln und Stoffwechselpläne lagen in den Schubladen. Eine grosse Welle, die kleiner blieb als gedacht.

Deutschland hortete 2006 grosse Mengen Tamiflu. Ein Grossteil davon lief unbenutzt ab.

Die Eckdaten

Was vorhergesagt wurde

Eine neue Influenza-Pandemie mit Millionen Toten weltweit; auch Europa/DACH koenne stark betroffen sein.

Was passiert ist

H5N1 blieb weitgehend eine Tierseuche. Sehr wenige, meist durch engen Tierkontakt infizierte Menschen; keine nachhaltige Mensch-zu-Mensch-Uebertragung. Weltweit einige Hundert Todesfaelle; in DACH kaum Faelle, aber grosse Vorsichtsmassnahmen.

Treffer-Bilanz

Übertrieben

Peak war 2006. Aus heutiger Sicht: übertrieben.

Zeit-Anker

Wer war 2006 dabei?

Wer in der Hauptphase von „Vogelgrippe (H5N1)“ das Schulalter erreicht hat, hat das im Sachunterricht oder im Wohnzimmer-TV erlebt.

Welche Hysterien hat dein Jahrgang erlebt?

Ein urera-Bericht zeigt dir die Prognosen, die deine Generation am Esstisch diskutiert hat — und sortiert ein, was davon eingetreten ist.

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