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Erfindung · 1986

Hochtemperatur-Supraleitung

Zwei Forscher am IBM-Labor bei Zürich finden Keramiken, die Strom ohne jeden Widerstand leiten.

Wissenschaft

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Woher es kommt

Hochtemperatur-Supraleitung, 1986: die Geschichte dahinter

Georg Bednorz und Alex Müller suchten dort, wo niemand suchte: in keramischen Materialien, die eigentlich als Isolatoren galten. 1986 fanden sie Supraleitung bei ungewöhnlich hohen Temperaturen. Ein Jahr später bekamen sie den Nobelpreis. Heute steckt die Technik in Magnetresonanztomographen, Forschungsmagneten und Stromkabeln.

Zwischen Entdeckung und Nobelpreis lag nur ein Jahr — eine der schnellsten Auszeichnungen der Physikgeschichte.

Die Geschichte dahinter

Wie Hochtemperatur-Supraleitung in die Welt kam

Vor 1986 kannte man Supraleitung nur bei Metallen, der Rekord lag bei 23,5 Kelvin, also minus 249,65 Grad Celsius — nur mit aufwendiger Kühlung durch flüssiges Helium erreichbar. Keramiken galten als Isolatoren, niemand suchte dort nach Supraleitern.

Bednorz und Müller veröffentlichten ihre Entdeckung im April 1986 in einer eher unauffälligen Fachzeitschrift. Andere Labore bestätigten den Effekt rasch — schon ein Jahr später, 1987, erhielten die beiden den Nobelpreis: der bis dahin kürzeste Abstand zwischen Entdeckung und Nobelpreis in dessen Geschichte.

Aus der Entdeckung wurde reale Technik: Seit April 2014 überträgt in Essen eine supraleitende 10-Kilovolt-Leitung Strom nahezu verlustfrei durchs Stadtnetz, und weltweit arbeiten Forscherteams inzwischen an supraleitenden Motoren, Generatoren und Energiespeichern für die Stromversorgung von morgen.

Einordnung

Die Welt, in der 1986 diese Idee entstand

Georg Bednorz, K. Alex Müller brachte sie in der Schweiz auf den Weg.

Aus den Radios kam damals „Midnight Lady" von Chris Norman.

Rund um Hochtemperatur-Supraleitung sah Mode so aus: Aerobic-Look: Stirnband, Legwarmer, Body und Punk-Look: Irokese, Nietengürtel — Zuckerwasser im Haar, damit die Irokese hält.

Die Idee ist heute 40 Jahre alt. 2036 wird Hochtemperatur-Supraleitung genau 50 Jahre alt.

Zur Einordnung, was Geld in jenen Jahren wert war: eine Kinokarte um 1980: rund 45 Schilling

Wer im Jahr von Hochtemperatur-Supraleitung geboren wurde, gehört zur Generation, die man Millennials (Gen Y) nennt: Übergang analog→digital, Selbstverwirklichung, Burnout.

Hochtemperatur-Supraleitung war 1986 nicht die einzige Neuheit: im selben Jahr kam auch Raumstation Mir und Nespresso-Kapselmaschine — Espresso aus der Kapsel.

Im Jahr von Hochtemperatur-Supraleitung lag unter dem Weihnachtsbaum UNO (Kartenspiel) und Lego Technik — die +4-Karte im letzten Moment ausgespielt.

Daten

Was wir wissen

Jahr1986
ErfinderGeorg Bednorz, K. Alex Müller
LandSchweiz
ClusterWissenschaft
Existiert nochJa

Quelle: en.wikipedia (High-temperature superconductivity); de.wikipedia (Hochtemperatursupraleiter)

Zeit-Anker

1986 — und die, die damals anfingen

Für alle, die 1986 zur Welt kamen, war Hochtemperatur-Supraleitung von Anfang an da. Ihr Jahrgang heißt heute Millennials (Gen Y).

Und wovor sich die Welt in jenen Jahren fürchtete: Halleyscher Komet 1986.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Wann wurde die Hochtemperatur-Supraleitung erfunden?

Die Hochtemperatur-Supraleitung wird auf das Jahr 1986 datiert.

Wer hat die Hochtemperatur-Supraleitung erfunden?

Die Hochtemperatur-Supraleitung geht auf Georg Bednorz, K. Alex Müller aus der Schweiz zurück.

Was war noch neu, als Hochtemperatur-Supraleitung neu war?

Welche Erfindung ist genauso alt wie du? urera erzählt ein Geburtsjahr als zusammenhängende Geschichte: was neu war, was gespielt wurde, was die Dinge kosteten.

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Quellen dieser Seite: Wikipedia (High-temperature superconductivity); Wikipedia (Hochtemperatursupraleiter) · Wikipedia · Wikipedia (Vera C. Rubin Observatory); Wikipedia (Vera C. Rubin Observatory).

Zusammengestellt und geprüft von der urera-Redaktion, Wien. Wo unsere Daten zu Hochtemperatur-Supraleitung nichts hergeben, schweigen wir, statt zu raten.