Erfindung · 1986
Raumstation Mir
Am 19. Februar 1986 startet das erste Modul der ersten modularen Raumstation der Welt.
Was hinter Raumstation Mir steckt
Die Mir wurde Stück für Stück im Orbit zusammengesetzt und war fünfzehn Jahre lang bewohnt — durch das Ende der Sowjetunion hindurch. Amerikanische Space Shuttles dockten an, Astronauten aus vielen Ländern lebten an Bord. Alles, was man über das Leben von Menschen im Weltraum weiß, wurde hier gelernt und später in die ISS eingebaut.
„Mir“ heißt auf Russisch sowohl „Frieden“ als auch „Welt“. Der Kosmonaut Waleri Poljakow verbrachte an Bord am Stück 437 Tage im All — Rekord bis heute.
Wie Raumstation Mir in die Welt kam
Bis dahin bestanden sowjetische Raumstationen aus einem einzigen, in einem Stück gestarteten Modul, wie die sechs Saljut-Stationen seit 1971. Ein Ausbau im All, bei dem weitere Teile angedockt werden, war technisch nicht vorgesehen — jede Station blieb, wie sie gestartet wurde.
Das Politbüro drängte auf einen Start noch vor dem 27. Parteitag der KPdSU Anfang 1986 — ein politischer Zeitplan, der wenig Spielraum ließ. Die Belastungsprobe kam später: 1997 rammte ein unbemanntes Versorgungsschiff das Modul 'Spektr', wenig später brach an Bord ein Feuer aus.
Am 19. Februar 1986 startete das Basismodul der Mir vom Kosmodrom Baikonur an der Spitze einer Proton-K-Rakete — der Beginn eines Bauwerks im All, das über Jahre hinweg Modul für Modul zusammengesetzt wurde, während sich amerikanische Space Shuttles später zum Andocken anschlossen.
Am 23. März 2001 ließ Russland die Mir nach fünfzehn Jahren im Orbit kontrolliert über dem Pazifik verglühen. Ihre Rolle als größtes bewohntes Weltraumlabor übernahm die Internationale Raumstation ISS, an der seit 1998 viele der auf der Mir gelernten Lektionen weiterleben.
Rundherum, im Jahr 1986
Daniela und Markus — so hießen die Kinder, für die Raumstation Mir von Anfang an dazugehörte.
Die Idee kam aus Russland — sowjetisches Raumfahrtprogramm steht als Urheber in den Quellen.
Ins selbe Jahr wie Raumstation Mir gehört Commodore 64 und UNO (Kartenspiel) — das Kreischen der Datasette beim Laden und der Stolz, den Startbildschirm selbst getippt zu haben.
Im Alltag ist Raumstation Mir inzwischen von Internationale Raumstation ISS abgelöst — die Idee dahinter wirkt dort weiter.
Preise zum Vergleich: eine Kinokarte um 1980: rund 45 Schilling
Dasselbe Jahr brachte noch mehr hervor — Hochtemperatur-Supraleitung und Nespresso-Kapselmaschine — Zwei Forscher am IBM-Labor bei Zürich finden Keramiken, die Strom ohne jeden Widerstand leiten.
Der Jahrgang von Raumstation Mir heißt in Generationen-Sprache Millennials (Gen Y) — er steht für Übergang analog→digital, Selbstverwirklichung, Burnout.
Während Raumstation Mir entstand, ging anderes durch die Nachrichten: Falco erobert die US-Charts und Reaktorkatastrophe von Tschernobyl — „Rock Me Amadeus“ wird die erste deutschsprachige Nummer 1 der US-Billboard-Charts.
Was wir wissen
| Jahr | 1986 |
|---|---|
| Erfinder | sowjetisches Raumfahrtprogramm |
| Land | Russland |
| Cluster | Raumfahrt |
| Existiert noch | Nein |
| Abgelöst durch | Internationale Raumstation ISS |
Zeit-Anker
Wer war 1986 dabei?
Wer 1986 geboren wurde, wuchs mit Raumstation Mir auf. Diese Jahrgänge nennt man heute die Millennials (Gen Y).
Was damals als Bedrohung galt: Halleyscher Komet 1986.
Gut zu wissen
Wann wurde die Raumstation Mir erfunden?
Die Raumstation Mir wird auf den 19. Februar 1986 datiert (1986).
Wer hat die Raumstation Mir erfunden?
Die Raumstation Mir geht auf sowjetisches Raumfahrtprogramm aus Russland zurück.
Gibt es die Raumstation Mir heute noch?
Im Alltag ist die Raumstation Mir weitgehend von Internationale Raumstation ISS abgelöst worden — als Wegbereiter wirkt die Idee dort bis heute nach.
Wer wurde im selben Jahr geboren wie Raumstation Mir?
Welche Erfindung ist genauso alt wie du? Jedes Geburtsjahr hat seine eigenen Erfindungen, seine eigenen Schlagzeilen und seinen eigenen Klang. urera trägt sie zusammen.
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