Erfindung · 1979
Ariane 1 (Erstflug)
Europas eigenständiger Zugang zum All — Unabhängigkeit von US- und sowjetischer Raumfahrt.
Was 1979 begann
Mit dem Ariane-Programm wurde die ESA zum dritten großen Akteur im All. Deutschland und Frankreich waren die Hauptträger; viele Komponenten kamen aus Forschungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DLR, MBB). Heute fliegt die Nachfolge-Familie (Ariane 5/6) regelmäßig — Europas Tor zum Weltraum.
Ariane 1 startete am Heiligabend 1979 von Kourou (Franz.-Guayana) — Europas erstes selbstgebautes orbitales Trägersystem.
Wie Ariane 1 (Erstflug) in die Welt kam
Vor Ariane 1 war Europas Zugang zum All abhängig von US-amerikanischen und sowjetischen Trägerraketen — das eigene Europa-Raketenprogramm war zuvor gescheitert. Wer europäische Satelliten ins All bringen wollte, musste sich auf fremde Startplätze und fremde Zeitpläne verlassen.
Ariane 1 hatte einen holprigen Weg zur Serienreife: Beim zweiten Flug 1980 führte eine Verbrennungsinstabilität in einem Erststufen-Triebwerk kurz nach dem Start zur Explosion, 1982 versagte zusätzlich eine dritte Stufe. Nur 9 von 11 Flügen gelangen — harte Rückschläge für Europas junges Raketenprogramm.
Am 24. Dezember 1979 um 17:14 Uhr UTC hob Ariane 1 vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ab. Die dritte Stufe schaltete zwar früher ab als geplant, doch das Triebwerk hatte mehr Schub geliefert als berechnet — die erreichte Umlaufbahn übertraf am Ende sogar die Erwartungen.
Schon 1984 übernahm die deutlich stärkere Ariane 3 die meisten Startaufträge, Ariane 1 flog nur noch selten. Die Familie wuchs seither über Ariane 2 und 4 bis zu den heutigen Trägern Ariane 5 und 6 weiter — Europas Tor zum All blieb offen.
1979: das Umfeld der Erfindung
Ihren Ausgang nahm sie in Frankreich und Europa, bei ESA / Arianespace (Aerospatiale).
Was 1979 sonst besprochen wurde: Die Serie Holocaust im deutschen Fernsehen und Die Schweizer Atominitiative scheitert knapp — An vier Abenden sehen rund 20 Millionen Menschen die US-Serie.
47 Jahre ist das jetzt her. 2029 wird Ariane 1 genau 50 Jahre alt.
Wer 1979 das Radio anstellte, hörte ziemlich sicher „One Way Ticket" von Eruption.
Petra und Christian — so hießen die Kinder, für die Ariane 1 von Anfang an dazugehörte.
Wer Ariane 1 zum ersten Mal sah, trug vermutlich Rollkragenpullover & Cord und Disco-Glitzer & Prilblumen-Ästhetik — der kratzige Rolli in Senfgelb, den die Mutter strickte.
Wer 1979 Zeitung las, stiess auch auf Walkman und SAP — Musik unterwegs.
Während Ariane 1 neu war, lagen in den Kinderzimmern Panini-Sammelbilder (Fußball WM/EM) und Bobby-Car (BIG) — 'hab ich, hab ich, brauch ich'.
Was wir wissen
| Jahr | 1979 |
|---|---|
| Erfinder | ESA / Arianespace (Aerospatiale) |
| Land | Frankreich und Europa |
| Cluster | Raumfahrt |
| Existiert noch | Ja |
Zeit-Anker
Wer 1979 zur Welt kam
Wer mit Ariane 1 aufgewachsen ist, gehört zu einer Generation mit Namen: Generation X.
Die große Sorge dieser Jahre: Fernseh-Sucht macht Kinder dumm (70er/80er).
Gut zu wissen
Wann wurde die Ariane 1 erfunden?
Die Ariane 1 wird auf den 24. Dezember 1979 datiert (1979).
Wer hat die Ariane 1 erfunden?
Die Ariane 1 geht auf ESA / Arianespace (Aerospatiale) aus Frankreich und Europa zurück.
Ariane 1 (Erstflug) hat einen Jahrgang. Jeder Mensch auch.
Welche Erfindung ist genauso alt wie du? Jede Erfindung hat ein Geburtsjahr, und jeder Mensch auch. urera erzählt, was darin geschah.
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