Erfindung · 1946
Tupperware
Die luftdichte Frischhaltedose aus Kunststoff — samt legendärem 'Plopp'.
Was 1946 begann
1946 brachte der US-Chemiker Earl Tupper seine Kunststoffdosen mit luftdichtem Deckel auf den Markt. Der patentierte Verschluss mit dem berühmten 'Tupper-Plopp' hielt Essen frisch wie nie zuvor — und die Tupperparty wurde in den Nachkriegsjahrzehnten zum gesellschaftlichen Ritual, auch in Wohnzimmern im deutschsprachigen Raum.
Im Laden verkaufte sich Tupperware zunächst kaum — erst die legendären Tupperpartys im Wohnzimmer machten die Frischhaltedose zum Welterfolg.
Wie Tupperware in die Welt kam
Vor Tupperware bewahrten Haushalte Essensreste in Behältern aus Metall, Glas oder Porzellan auf — ohne luftdichten Verschluss, und für viele Familien ohne Kühlschrank ohnehin nur bedingt hilfreich. Erst die 'Wonderlier Bowl' brachte 1946 einen wirklich dichten Deckel.
Im Einzelhandel verkaufte sich Tupperware zunächst schlecht — Kundinnen und Kunden verstanden den cleveren Verschluss nicht auf Anhieb. Erst 1948 entdeckte Earl Tupper, dass zwei Vertreterinnen von Stanley Home Products mit Heimvorführungen große Erfolge erzielten, und übernahm die Idee der Verkaufsparty.
1946 brachte Earl Tupper seine luftdichte Kunststoffdose 'Wonderlier Bowl' auf den Markt, patentiert mit einem Sicherheitsverschluss nach dem Vorbild von Farbdosen. Der durchschlagende Erfolg kam aber erst mit Brownie Wise: Als Vertriebsleiterin erzielte sie ab 1951 mit der Tupperparty schon 1954 rund 25 Millionen Dollar Jahresumsatz.
2024 meldete Tupperware in den USA Insolvenz an, die deutsche Tochter stellte Anfang 2025 den Betrieb ein. Doch schon wenige Monate später übernahm der französische Unternehmer Cédric Meston die Marke für Frankreich und plant seither ein Comeback in mehreren europäischen Ländern, darunter Deutschland.
Rundherum, im Jahr 1946
Wer 1946 das Radio anstellte, hörte ziemlich sicher „The Gypsy" von The Ink Spots.
Im selben Jahr beschäftigte die Welt noch etwas anderes: Die ersten Filmfestspiele von Cannes und Der ENIAC wird der Öffentlichkeit vorgestellt — Sieben Jahre nach der geplanten Premiere findet das erste Filmfestival von Cannes statt - Europa lädt wieder zum Kino ein.
Auf den Geburtsurkunden aus dem Jahr von Tupperware standen Namen wie Anna und Karl.
Ihren Ausgang nahm sie in den USA, bei Earl Tupper.
80 Jahre ist das jetzt her.
Wer 1946 Zeitung las, stiess auch auf Vespa und Bikini — Der Motorroller, der Europa mobil machte.
Wer im Jahr von Tupperware geboren wurde, gehört zur Generation, die man Babyboomer nennt: Wirtschaftswunder, feste Jobs, Eigenheim.
Was wir wissen
| Jahr | 1946 |
|---|---|
| Erfinder | Earl Tupper |
| Land | USA |
| Cluster | Haushalt |
| Existiert noch | Ja |
Zeit-Anker
Wer war 1946 dabei?
Für alle, die 1946 zur Welt kamen, war Tupperware von Anfang an da. Ihr Jahrgang heißt heute Babyboomer.
Die große Sorge dieser Jahre: Keynes: 15-Stunden-Woche für die Enkel.
Gut zu wissen
Wann wurde Tupperware erfunden?
Tupperware wird auf das Jahr 1946 datiert.
Wer hat Tupperware erfunden?
Tupperware geht auf Earl Tupper aus den USA zurück.
Was war noch neu, als Tupperware neu war?
Welche Erfindung ist genauso alt wie du? Ein persönlicher Lebensbericht zeigt die Erfindungen, die ein Geburtsjahr veränderten — und die, die zu den Meilensteinen dieses Lebens passten.
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