Erfindung · 1967
PAL-Farbfernsehen (Walter Bruch/Telefunken)
Deutsches PAL-System wurde europäischer Farbfernseh-Standard.
Wie PAL-Farbfernsehen (Walter Bruch/Telefunken) in die Welt kam
Walter Bruch entwickelte 1962 bei Telefunken (Hannover) das PAL-System (Phase Alternating Line). Westdeutsche Erstausstrahlung am 25. August 1967 auf der IFA Berlin durch Willy Brandt. PAL wurde Standard in Westeuropa, Australien, Indien, Südamerika — frankophone Welt nutzte SECAM (FR), USA NTSC. Eine deutsche Tech-Erfolgsgeschichte.
Walter Bruch entwickelte das PAL-System bei Telefunken in Hannover. Aussenminister Willy Brandt drückte am 25. August 1967 auf der Berliner Funkausstellung symbolisch den Startknopf. PAL wurde Standard in weiten Teilen Europas, Asien, Afrika und Australien.
Wie PAL-Farbfernsehen (Walter Bruch/Telefunken) in die Welt kam
Bis 1967 kannte das deutsche Fernsehen nur Graustufen: Alle Sendungen liefen in Schwarzweiß, weil die Kameras und Übertragungstechnik bis dahin lediglich Helligkeitswerte einfingen — Farbe gab es allenfalls in der Vorstellung der Zuschauer vor dem Gerät.
Farbfernsehen war auch ein Systemstreit des Kalten Krieges: Die USA setzten auf NTSC, Frankreich entwickelte mit SECAM bewusst einen eigenen, deutlich abweichenden Standard, um technologisch unabhängig zu bleiben. Großbritannien hatte NTSC zuvor getestet und verworfen, ehe es sich für das deutsche PAL-Verfahren entschied.
Am 25. August 1967 sollte Vizekanzler Willy Brandt auf der Funkausstellung in Berlin per Knopfdruck das Farbfernsehen starten — der rote Knopf war jedoch nur eine Attrappe, und die Technik schaltete die Farbe schon ein paar Sekunden zu früh zu. Um 9:30 Uhr sendeten ARD und ZDF regulär in Farbe vom Sender Freies Berlin.
Das Ende kam ohne Zäsur: PAL verschwand schleichend und marktgetrieben, während digitale Standards wie DVB-T, DVB-T2 und DVB-C das analoge Signal Schritt für Schritt ablösten. Bis 2025 spielte die einst revolutionäre Technik praktisch keine Rolle mehr im deutschen Fernsehalltag.
Rundherum, im Jahr 1967
Und was der Alltag kostete: eine Kinokarte um 1960: rund 10 Schilling
Der Klang dieses Jahres: „Puppet on a String" von Sandie Shaw.
Kinder, die PAL-Farbfernsehen als Neuheit erlebten, spielten mit Lego (Klemmbaustein) und Barbie (& Puppen) — nachts barfuß auf den verlorenen Legostein getreten.
PAL-Farbfernsehen und die Generation, die man Generation X nennt, haben denselben Jahrgang: Mixtapes, gesunde Skepsis, Eigenständigkeit.
1967 war ein ergiebiges Jahr für neue Ideen: dazu kam Herztransplantation — Erstmals ein menschliches Herz transplantiert.
Zwischen damals und heute liegen 59 Jahre.
Im Alltag ist PAL-Farbfernsehen inzwischen von Digital-TV / DVB abgelöst — die Idee dahinter wirkt dort weiter.
Andrea und Andreas — so hießen die Kinder, für die PAL-Farbfernsehen von Anfang an dazugehörte.
Was wir wissen
| Jahr | 1967 |
|---|---|
| Erfinder | Walter Bruch (Telefunken) |
| Land | Deutschland |
| Cluster | Unterhaltung |
| Existiert noch | Ja |
| Abgelöst durch | Digital-TV / DVB |
Zeit-Anker
Gleich alt wie diese Idee: der Jahrgang 1967
PAL-Farbfernsehen und der Jahrgang 1967 sind gleich alt — bekannt geworden ist er als Generation X.
Woran man die Ängste der Zeit erkennt: Wankelmotor — die deutsche 'Wunderwaffe' der Mobilität.
Gut zu wissen
Wann wurde das PAL-Farbfernsehen erfunden?
Das PAL-Farbfernsehen wird auf den 25. August 1967 datiert (1967).
Wer hat das PAL-Farbfernsehen erfunden?
Das PAL-Farbfernsehen geht auf Walter Bruch (Telefunken) aus Deutschland zurück.
PAL-Farbfernsehen (Walter Bruch/Telefunken) hat einen Jahrgang. Jeder Mensch auch.
Welche Erfindung ist genauso alt wie du? Jede Erfindung hat ein Geburtsjahr, und jeder Mensch auch. urera erzählt, was darin geschah.
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