urera

Erfindung · 1965

Super 8 (Schmalfilm für Familienfilme)

Ab 1965 filmen Familien ihre Kinder selbst — mit Super 8.

Unterhaltung

Eigenen Bericht erstellen

ab 25 € · digital in 24 h

Woher es kommt

Eine Idee aus dem Jahr 1965

Kodak brachte Super 8 im Mai 1965 in den USA und im Oktober in Europa heraus. Zum ersten Mal konnte jede Familie ohne Fachwissen bewegte Bilder aufnehmen: erste Schritte, Geburtstage, Weihnachten. Millionen dieser Rollen liegen heute noch auf Dachböden — und sind für viele Menschen die einzigen bewegten Bilder ihrer eigenen Kindheit.

Der Film kam in einer Kassette, die man einfach einlegte — vorher musste man ihn im Dunkeln einfädeln und nach der Hälfte umdrehen. Erst dadurch wurde Filmen etwas für Eltern statt für Bastler.

Die Geschichte dahinter

Wie Super 8 (Schmalfilm für Familienfilme) in die Welt kam

Wer davor zu Hause filmen wollte, musste den Normal-8-Film im Dunkeln von Hand einfädeln, nach der Hälfte der Rolle wenden und die Belichtung selbst richtig einstellen — eine Fehlerquelle, die viele Hobbyfilmer abschreckte. Bewegte Bilder vom eigenen Kind blieben oft Technikfreaks mit Geduld vorbehalten.

Kodak brachte Super 8 im Mai 1965 in den USA auf den Markt: Der Film steckte in einer lichtdichten Kassette, die sich in unter zwei Sekunden einlegen ließ und die Belichtung automatisch über eine Kerbcodierung erkannte. Kein Einfädeln, kein Wenden — Filmen wurde kinderleicht.

In den 1980er Jahren verdrängte die Videokassette das Filmen auf Zelluloid weitgehend aus den Wohnzimmern — Camcorder zeigten das Ergebnis sofort auf dem Fernseher, ganz ohne Entwicklung. Super 8 blieb danach ein Nischenformat für Filmschaffende, die den besonderen Look bewusst suchten.

Einordnung

Rundherum, im Jahr 1965

Super 8 war 1965 nicht die einzige Neuheit: im selben Jahr kam auch Kevlar und Minicomputer — Die Chemikerin Stephanie Kwolek entdeckt eine Faser, die fester ist als Stahl.

Im Jahr von Super 8 lag unter dem Weihnachtsbaum Carrera Autorennbahn und Lego (Klemmbaustein) — das Auto, das in genau derselben Kurve immer aus der Bahn flog.

Der Jahrgang von Super 8 heißt in Generationen-Sprache Generation X — er steht für Mixtapes, gesunde Skepsis, Eigenständigkeit.

Rund um Super 8 sah Mode so aus: Beehive (toupierte Turmfrisur) und Minirock (Mary-Quant-Look) — der Haarturm, für den man eine ganze Dose Haarlack leerte.

Wer 1965 das Radio anstellte, hörte ziemlich sicher „Il Silenzio (Abschiedsmelodie)" von Nini Rosso.

Preise zum Vergleich: eine Kinokarte um 1960: rund 10 Schilling

Im selben Jahr beschäftigte die Welt noch etwas anderes: Die Katastrophe von Mattmark und Erstmals 200 km/h im Fahrplan — Im Wallis bricht eine Gletscherzunge ab und verschüttet die Baubaracken am Stausee Mattmark.

Die Kinder, die mit Super 8 aufwuchsen, hießen oft Andrea und Wolfgang.

Daten

Was wir wissen

Jahr1965
ErfinderEastman Kodak
LandUSA
ClusterUnterhaltung
Existiert nochJa

Quelle: de.wikipedia (Super 8 (Filmformat)); en.wikipedia (Super 8 film)

Zeit-Anker

Wer 1965 zur Welt kam

Für alle, die 1965 zur Welt kamen, war Super 8 von Anfang an da. Ihr Jahrgang heißt heute Generation X.

Und wovor sich die Welt in jenen Jahren fürchtete: Wankelmotor — die deutsche 'Wunderwaffe' der Mobilität.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Wann wurde Super 8 (Schmalfilm für Familienfilme) erfunden?

Super 8 (Schmalfilm für Familienfilme) wird auf das Jahr 1965 datiert.

Wer hat Super 8 (Schmalfilm für Familienfilme) erfunden?

Super 8 (Schmalfilm für Familienfilme) geht auf Eastman Kodak aus den USA zurück.

Was war noch neu, als Super 8 (Schmalfilm für Familienfilme) neu war?

Welche Erfindung ist genauso alt wie du? Jedes Geburtsjahr hat seine eigenen Erfindungen, seine eigenen Schlagzeilen und seinen eigenen Klang. urera trägt sie zusammen.

Eigenen Bericht erstellen

Quellen dieser Seite: Wikipedia (Super 8 (Filmformat)); Wikipedia (Super 8 film) · Wikipedia.

Zusammengestellt und geprüft von der urera-Redaktion, Wien. Wo unsere Daten zu Super 8 (Schmalfilm für Familienfilme) nichts hergeben, schweigen wir, statt zu raten.