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Erfindung · 1965

Kevlar

Die Chemikerin Stephanie Kwolek entdeckt eine Faser, die fester ist als Stahl.

Wissenschaft

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Die Geschichte

Kevlar, 1965: die Geschichte dahinter

1965 stiess Stephanie Kwolek bei DuPont auf eine Flüssigkeit, die alle anderen weggeschüttet hätten. Daraus entstand Kevlar: leicht, unglaublich reissfest, hitzebeständig. Es steckt heute in Schutzwesten, Feuerwehrkleidung, Helmen und Reifen — und hat unzählige Menschenleben gerettet.

Kwoleks Lösung war trüb statt klar — normalerweise ein Zeichen für einen misslungenen Versuch. Sie überredete den Techniker trotzdem, sie zu verspinnen. Die Faser riss nicht.

Die Geschichte dahinter

Wie Kevlar in die Welt kam

Vor Kevlar bestanden Schutzwesten für Polizei und Militär meist aus mehreren Lagen Nylon-Gewebe — ein Material, das deutlich schwächeren Schutz bot als das, was Kwoleks Entdeckung wenig später möglich machte, und gegen viele Geschosse kaum half.

Die erste Testflüssigkeit war trüb, dünnflüssig und von der Art, die im Labor normalerweise weggeschüttet wurde. Stephanie Kwolek überredete Techniker Charles Smullen trotzdem, sie zu einer Faser zu verspinnen — die Faser riss nicht, anders als Nylon.

Kevlar kam Anfang der 1970er-Jahre zunächst nicht in Schutzwesten, sondern als Ersatz für Stahl in Autoreifen auf den Markt. Erst 1971 schlug der Polizeiforscher Lester Shubin vor, damit kugelsichere Westen zu bauen — Testreihen begannen im selben Jahr.

Kevlar bekam bald Konkurrenz aus der eigenen Materialfamilie: Der niederländische Konzern Akzo brachte in den 1970er-Jahren mit Twaron eine chemisch fast identische Aramidfaser auf den Markt. Beide Fasern stecken bis heute parallel in Schutzwesten, Reifen und Industrieanwendungen.

Einordnung

Was 1965 sonst geschah

Wer 1965 Zeitung las, stiess auch auf Minicomputer und Mooresches Gesetz — Der erste kommerziell erfolgreiche Minicomputer bringt den Rechner aus dem Rechenzentrum ins Labor.

Zwischen damals und heute liegen 61 Jahre. 2040 wird Kevlar genau 75 Jahre alt.

Wer Kevlar zum ersten Mal sah, trug vermutlich Minirock (Mary-Quant-Look) und Beehive (toupierte Turmfrisur) — der Rock, bei dem Oma die Luft anhielt und man an der Bushaltestelle auf Windstille hoffte.

Gabriele und Wolfgang — so hießen die Kinder, für die Kevlar von Anfang an dazugehörte.

Im selben Jahr beschäftigte die Welt noch etwas anderes: Erstmals 200 km/h im Fahrplan und Die Katastrophe von Mattmark — Während der Verkehrsausstellung IVA fahren zwischen München und Augsburg erstmals in Deutschland planmäßige Züge 200 Stundenkilometer.

Stephanie Kwolek brachte sie in den USA auf den Weg.

Und was der Alltag kostete: eine Kinokarte um 1960: rund 10 Schilling

Auf den Plattentellern und in den Charts lag 1965 „Il Silenzio (Abschiedsmelodie)" von Nini Rosso.

Daten

Was wir wissen

Jahr1965
ErfinderStephanie Kwolek
LandUSA
ClusterWissenschaft
Existiert nochJa

Quelle: en.wikipedia (Kevlar); de.wikipedia (Aramide)

Zeit-Anker

1965 — und die, die damals anfingen

Für alle, die 1965 zur Welt kamen, war Kevlar von Anfang an da. Ihr Jahrgang heißt heute Generation X.

Die große Sorge dieser Jahre: Wankelmotor — die deutsche 'Wunderwaffe' der Mobilität.

Häufige Fragen

Gut zu wissen

Wann wurde Kevlar erfunden?

Kevlar wird auf das Jahr 1965 datiert.

Wer hat Kevlar erfunden?

Kevlar geht auf Stephanie Kwolek aus den USA zurück.

Wer wurde im selben Jahr geboren wie Kevlar?

Welche Erfindung ist genauso alt wie du? Jedes Geburtsjahr hat seine eigenen Erfindungen, seine eigenen Schlagzeilen und seinen eigenen Klang. urera trägt sie zusammen.

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Quellen dieser Seite: Wikipedia (Kevlar); Wikipedia (Aramide) · Wikipedia (High-temperature superconductivity); Wikipedia (Hochtemperatursupraleiter) · Wikipedia · Wikipedia (Messier 87); Wikipedia (Messier 87).

Zusammengestellt und geprüft von der urera-Redaktion, Wien. Wo unsere Daten zu Kevlar nichts hergeben, schweigen wir, statt zu raten.