Erfindung · 1974
Strichcode an der Supermarktkasse
Am 26. Juni 1974 wird zum ersten Mal ein Produkt an einer Kasse eingescannt.
Kurz gesagt
Der Strichcode wurde am 26. Juni 1974 zum ersten Mal an einer Supermarktkasse eingescannt — eine Packung Wrigley's Juicy Fruit im Marsh-Supermarkt in Troy, Ohio. Die Idee stammt von Norman Joseph Woodland (Patent 1952), den lesbaren UPC-Code entwickelte George Laurer. Die erste gescannte Packung liegt heute im Smithsonian-Museum.
Wie Strichcode an der Supermarktkasse in die Welt kam
Die Idee, Waren mit Streifen zu kennzeichnen, war schon 1952 patentiert worden — nur konnte sie niemand lesen. Erst mit dem UPC-Code von George Laurer und billigen Laserscannern funktionierte es. Seither piept es an jeder Kasse der Welt, und niemand tippt mehr Preise ein.
Der allererste gescannte Artikel war eine Zehnerpackung Wrigley's Juicy Fruit in einem Supermarkt in Troy, Ohio. Sie liegt heute in einem Museum.
Wie Strichcode an der Supermarktkasse in die Welt kam
Vor dem Barcode tippten Kassiererinnen und Kassierer jeden Preis einzeln von Hand in die Registrierkasse — langsam und anfällig für Tippfehler bei jedem einzelnen Artikel. Bei stark frequentierten Supermarktkassen summierten sich diese Sekunden pro Kunde zu langen Warteschlangen.
Viele Einzelhändler begegneten dem Barcode zunächst mit Skepsis — die Scanner-Technik war teuer und kompliziert, und Kassenpersonal fürchtete, die neuen Maschinen könnten Arbeitsplätze überflüssig machen. Ohne einheitliche Standards und Infrastruktur zog sich die Einführung über Jahre hin.
Am 26. Juni 1974, um 8:01 Uhr, scannte Clyde Dawson im Marsh-Supermarkt in Troy, Ohio, als Erster überhaupt einen Artikel mit dem neuen UPC-Code: eine Packung Wrigley's Juicy-Fruit-Kaugummi. Diese Packung steht heute im Smithsonian-Museum in Washington.
Mehr als fünfzig Jahre nach seiner Einführung wird der klassische Strichcode nun schrittweise abgelöst: Die Initiative 'Sunrise 2027' von GS1 bringt weltweit zweidimensionale QR- und Datamatrix-Codes an die Supermarktkasse, die weit mehr Informationen speichern können als die einfachen Streifen von 1974.
Aus der Redaktion
Am 26. Juni 1974, um 8:01 Uhr, piepte es zum ersten Mal an einer Supermarktkasse. In Troy, Ohio, wurde eine Packung Juicy-Fruit-Kaugummi über den Scanner gezogen — die Packung steht heute im Museum. Die Idee, Waren mit Streifen zu kennzeichnen, war schon 1952 patentiert worden; nur konnte sie bis dahin niemand lesen. Vorher tippten Kassiererinnen jeden Preis einzeln von Hand ein. Wer in den Sechzigern mit der Mutter einkaufen ging, erinnert sich an das Klackern der Registrierkasse und an Preisschilder auf jeder Dose. Das Piepen kam in Europa erst später — und ist heute so selbstverständlich, dass man es nur bemerkt, wenn es fehlt. Genau solche Selbstverständlichkeiten hebt ein Bericht wieder ins Licht.
Quellen: Barcode — Wikipedia (en) · Barcode scanner first used — History.com
1974: das Umfeld der Erfindung
Zur Einordnung, was Geld in jenen Jahren wert war: eine Kinokarte um 1970: rund 22 Schilling
Während Strichcode an der Supermarktkasse entstand, ging anderes durch die Nachrichten: Playmobil feiert Premiere in Nürnberg und Deutschland wird Fußball-Weltmeister — Bauarbeiter, Ritter und Indianer: Auf der Spielwarenmesse stellt Hans Beck seine Figuren vor.
Ins selbe Jahr wie Strichcode an der Supermarktkasse gehört Bobby-Car (BIG) und Lego Duplo — mit dem roten Bobby-Car den Gehsteig runtergeheizt, die Sohlen als Bremse.
Die Idee ist heute 52 Jahre alt.
Im Jahr von Strichcode an der Supermarktkasse hing im Kleiderschrank, was heute im Kostümverleih hängt: Rollkragenpullover & Cord und Schlaghose / Bell-Bottoms — der kratzige Rolli in Senfgelb, den die Mutter strickte.
Petra und Markus — so hießen die Kinder, für die Strichcode an der Supermarktkasse von Anfang an dazugehörte.
Dasselbe Jahr brachte noch mehr hervor — Zauberwürfel und Teletext/Videotext — Ein ungarischer Architekt und Design-Dozent baut 1974 das meistverkaufte Puzzle der Welt.
Der Jahrgang von Strichcode an der Supermarktkasse heißt in Generationen-Sprache Generation X — er steht für Mixtapes, gesunde Skepsis, Eigenständigkeit.
Was wir wissen
| Jahr | 1974 |
|---|---|
| Erfinder | Norman Joseph Woodland, George Laurer |
| Land | USA |
| Cluster | Haushalt |
| Existiert noch | Ja |
Zeit-Anker
Wer war 1974 dabei?
Wer 1974 geboren wurde, wuchs mit Strichcode an der Supermarktkasse auf. Diese Jahrgänge nennt man heute die Generation X.
Was damals als Bedrohung galt: DDR-Stasi-Spionageangst (BRD).
Gut zu wissen
Wann wurde der Strichcode an der Supermarktkasse erfunden?
Der Strichcode an der Supermarktkasse wird auf den 26. Juni 1974 datiert (1974).
Wer hat den Strichcode an der Supermarktkasse erfunden?
Der Strichcode an der Supermarktkasse geht auf Norman Joseph Woodland, George Laurer aus den USA zurück.
Welche Erfindungen prägten einen ganzen Jahrgang?
Welche Erfindung ist genauso alt wie du? Ein persönlicher Lebensbericht zeigt die Erfindungen, die ein Geburtsjahr veränderten — und die, die zu den Meilensteinen dieses Lebens passten.
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